KOI Swiss Ginrin Kohaku   KOI Swiss alpha add color

 

 

 

 

 

 

Ginrin Koi

26
Juni
2015

Ginrin – Der edle Glanz wie Gold und Silber!


Edle Koi im Teich, wer träumt nicht davon. Eine besondere Ausprägung der Farbzeichnung setzt dem Farbenspiel der Koi im wahrsten Sinne des Wortes die goldene Krone auf: Ginrin, Fische mit Schuppen, die nicht nur Farbe tragen, sondern auch goldenes oder silbernes Glitzern zeigen, das vor allem bei Sonnenschein wie Diamantfunkeln anmutet.

 

Woher kommt der Begriff Ginrin?


Alle Koi, die mehr als 20 dieser glitzernden Schuppen tragen, zählen kann, werden „Ginrin“-Koi genannt. Dabei ist Ginrin eigentlich nur eine Abkürzung des japanischen Begriffes „Kinginrin“, was übersetzt heißt Gold (Kin) - Silber (Gin) – Schuppe (Rin).  

 

Auch unser Fisch-Model auf alpha add color ist ein Ginrin-Koi. Genauer gesagt, ein Ginrin Kohaku. Das Glitzern auf seinen roten Flächen schimmert wie Gold.Bei Koi, die auch Sumi (schwarz) tragen, wirken die schwarzen Partien des Koi übrigens wie Silber.

 

Wo sehe ich Ginrin?


Schauen Sie sich eine Ginrin-Schuppe mal aus der Nähe an! Sie werden das Ginrin als glitzernde Streifen oder Flächen in der einzelnen Schuppe erkennen. Betrachten Sie aber auch einmal den Kopf eines Ginrin-Koi. Sie werden dort niemals Ginrin-Effekte entdecken, da das Glitzern ausschließlich in den Schuppen sichtbar ist und der Kopf des Koi nunmal unbeschuppt ist.

 

Nahezu zu jeder Koi-Varietät existiert auch eine Ginrin-Variante. Zur sprachlichen Abgrenzung der Ginrinkoi zur klassischen Variante (ohne den Glitzereffekt) wird das Wort „Ginrin“ der Varietätenbezeichnung einfach vorangestellt, das kennen Sie schon von unserem hübschen Fisch-Model „Ginrin Kohaku“. Genauso bilden Sie nun andere Ginrin-Bezeichnungen durch das Zusammensetzen des Varietätennamens mit der Spezifizierung Ginrin: z.B. „Ginrin Showa“ und „Ginrin Sanke“.

 

Koi mit Ginrin-Ausprägung werden bei den weltweiten Koishows in eigenen Klassen bewertet. So gibt es eine Klasse „Ginrin A“ für alle Gosanke (Kohaku, Sanke und Showa)  mit Ginrin-Ausprägung und eine Klasse „Ginrin B“ für alle übrigen Koi mit Glanzschuppen.

 

Wie entsteht dieses Funkeln in den einzelnen Schuppen?


Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der reflektierende Effekt der Ginrin-Schuppen aus hauchdünnen Guanin-Kristallen von nur ca. 50 Nanometer Dicke (das ist rund tausendmal dünner als ein Haar) resultiert. Das vom Fischkörper aktiv produzierten Guanin selbst gehört zur Gruppe der Purine, die ihrerseits wichtige Bausteine der Nukleinsäuren sind. In solch einem Guanin-Kristall schichten sich mehrfach transparente Plättchen übereinander, was zu einem hohen Lichtbrechungsindex führt, das wir als Glitzern wahrnehmen. Man geht davon aus, dass für die Produktion dieser körpereigenen Kristalle einige Energie aufgewandt werden muss, was vermutlich auch eine Erklärung für das gegenüber klassischen Koi etwas reduzierte Längenwachstum der Ginrinkoi liefern könnte.

 

Gibt es in der Natur weitere Beispiele ähnlicher Effekte?


In der Tierwelt ist dieser Glitzereffekt nicht nur bei den Koi bekannt. Neben ihnen schmücken sich auch Reptilien und manche Insekten mit dem körpereigenen Kristall. So wird beispielsweise das Kreuz auf dem Rücken der Kreuzspinne ebenfalls durch Guanin gebildet, ebenso findet sich das Kristall in der Lederhaut der Kornnatter. Auch andere Fischarten besitzen glitzernde Schuppen. Deren Attraktivität hat sich der Mensch schon zu Nutze gemacht. Die isolierten Kristalle von Weißfischen finden unterschiedlichste Verwendung. So werden Imitationsperlen, sogenannte Fischsilberperlen,  schon seit langer Zeit unter Verwendung von gemahlenen Schuppen der Weißfische  hergestellt! Was viele nicht wissen:  Das glitzernde Pigment wird auch in Nagellacken und Lidschatten eingebracht.

 

Unterschied Ginrin zu Hikari-Glanz


Zurück zu den Koi: Glänzende Eigenschaften kennt man bei ihnen nicht nur in Form der Ginrin-Beschuppung. Ebenso attraktiv ist ein metallischer Glanz, der sich nicht nur auf die Schuppen, sondern auf die gesamte Haut des Koi erstreckt, also somit hier auch den Kopf ziert. Dieser Glanz wird japanisch „Hikari“ genannt. In Abgrenzung zu den Ginrinvarianten erscheint ihr Glanz homogen unter der Haut des gesamten Fisches und nicht als einzeln sichtbare Streifen auf Schuppen. Daher gibt es auch Kombinationen metallischer Koi mit Ginrinbeschuppung (Beispiel: Ginrin Kinki Utsuri). Koi mit metallischem Glanz werden auf Koishows in den drei Gruppen „Hikarimoyomono“, „Hikarimuji“ und „Hikari Utsurimono“ zusammengefasst.

 

Sonderformen des Ginrin-Koi


Interessante und auch selten zu findende Spielarten der Ginrinvarianten sind Koi mit Ginrin Fukurin Beschuppung, bei denen nur die Schuppenränder einen feinen, halbmondförmigen Ginrin-Streifen zeigen (Beispiel: Ginrin Fukurin Asagi). Selten sieht man auch Tiere mit sogenanntem Pearl Ginrin  (anstelle der Glitzerstreifen sind runde Glitzerflächen auf den Schuppen sichtbar) und Ginrin Doitsu Koi. Da die eigentlich unbeschuppten Doitsu Koi dennoch einige wenige Schuppen entlang der Rückenflosse besitzen, können diese selbstverständlich auch in Ginrin ausgeprägt sein, was einen außergewöhnlichen optischen Reiz ausmacht.

 

Züchter für Ginrin-Koi


In Japan haben sich einige Züchter auf die Zucht von Ginrinvarianten spezialisiert. Bekannt sind unter anderem: Shinoda (Ginrin Gosanke), Sekiguchi (Ginrin Showa), Teradomari (Ginrin Kohaku). Unser Fisch-Model Ginrin Kohaku ist ein Elterntier, mit dem Momotaro züchtet.

 

Ginrin – glitzernde Faszination unter Wasser, der man sich nicht entziehen kann. Welche Ginrin-Varietät gefällt Ihnen am besten?